Teammanagerbericht: FSG Weser/Verna. (F)

Autor: Jens Wolf

24.09.2018

Drei Punkte bei starken Gastgebern in Sieboldshausen gesammelt.

Kreisliga Göttingen Osterode | Teammanagerbericht FSG Weser/Verna. (F)

Bei der SG Grone/Sieboldshausen, stand unter Dauerregen ein erneutes Punktspiel im Göttinger Kreis an. Vor vielen Jahren, noch auf dem Kleinfeld, waren wir schon einmal in Sieboldshausen zu Gast, kannten also den Platz schon ein wenig.


Wir waren beim Tabellenletzten, die mit 0 Punkten schnell einmal vermuten lassen, heute wird’s locker. Das dem nicht so ist, viel dem erfahrenen Trainerteam bereits beim warm machen auf. Konzentriert und mit klarem Ziel, bereiteten sich die Gastgeberinnen vor. Die ersten zehn Minuten waren wir besser im Spiel und hätten bereits hier die Weichen stellen können. So war Lea, nach einem tollen Zuspiel durch Ramona, nach nur acht Minuten nur noch durch beherztes Trikotziehen, durch Sieboldshausens Abwehrspielerin zu halten. Der Schiri pfiff und griff bereits an die Gesäßtasche, um jener Akteurin rot zu geben, ließ sich jedoch durch vehementes protestieren der Gastgeber zu gelb umstimmen. Also „rot“ zurück in die Tasche und „gelb“ gezeigt. Über die rote Karte hätte sich niemand beschweren können. Auch wenn Sieboldshausen eine Spielerin auf selber Höhe hatte, war Lea doch klar schneller und auf direktem Weg zum Tor. Die Inkonsequenz des Spielleiters machte es früh zu einer wild Diskutierten Partie. Nach einem Eckball in der 18 Minute, brachte uns Sevim in Führung. Einen halbhoch geschlagenen Eckball konnte sie in Direktabnahme und ein wenig Glück, direkt verwandeln. Die Gastgeber waren aber von nun an die bessere Mannschaft. Zwar ohne nennenswerte Möglichkeiten, aber doch mit den besseren Anteilen. Die Chancen waren auf unserer Seite, konnten aber nicht frühzeitig die Partie entscheiden. Wieder einmal ließen wir klare Chancen zu oft liegen und konnten uns dadurch nicht die nötige Ruhe geben. Lara, die heute für die erkrankte Leah im Tor stand, parierte einen Kopfball gut, wurde aber ansonsten nicht wirklich gefordert. Nach Standartsituationen waren die SG´lerinnen immer gefährlich. Ecken und Freistöße waren toll getreten, und brachten immer Unruhe in unsere Box. Die nach dem Foul an Lea, mit gelb vorbelastete Sieboldshäuserin stoppte Sophia Wolf an der 16´er Kante durch unfaires Einsteigen von der Seite. Hier wäre gelb/rot überfällig, doch wieder fehlten dem Referee, die schon so oft von Oliver Kahn zitierten „Eier“. Den Freistoß setzte Julia mit einem tollen Schuss an den Pfosten, fast mit dem Halbzeitpfiff.
Nach der Pause das gewohnte Bild. Viele Nicklichkeiten, viele Diskussionen, auch weil der junge Schiri seine Linie noch nicht fand oder sie mal so und mal so auslegte. Nach ein paar tollen Spielzügen über die rechte Seite wurde der Ball am Strafraum zweimal quer gelegt, bevor die heranbrausende Melissa mit einem tollen Rechtsschuss aus 15 Metern, den Ball unhaltbar unten rechts verwandelte. 2-0 und etwas Ruhe kehrte ein. Die Spielanteile waren nun mehr auf unserer Seite, auch weil die gewohnt starke Defensive nichts zuließ. Das passte dem Schiri nun mal gar nicht, und nach einem Eckball pfiff er selbstsicher und zeigte auf den Punkt. Das ihn 22 ungläubige Spielerinnen ansahen und niemand auch nur im Ansatz wusste was er gesehen hat, verunsicherte ihn. „Trikotziehen“, stammelte er nervös und niemand wusste wer an wem, und vor allem wie gezogen haben sollte. Als Übeltäterin suchte er sich dummerweise diejenige, die ohne Gegenspielerin den kurzen Pfosten abdeckte. (Zählt Pfosten halten zu Trikotziehen?? A.d.R.) Er ließ sich, im Gegensatz zu den nicht gegebenen roten Karten, nicht umstimmen und bestand auf seinen Elfmeter. Diesen schoss Sieboldshausen direkt auf Torfrau Lara und Sophia konnte den abgewehrten Ball klären. Durchatmen. Man hatte den Eindruck, dass aus eigener Kraft hier kein Tor der Gastgeber fällt. Lara hatte dann ein Nachsehen und lenkte einen recht ungefährlichen Freistoß aus 25 Metern ins eigene Gehäuse und machte das Spiel in den letzten Minuten noch einmal spannend. Zehn Minuten lang kämpften wir uns zum Abpfiff und zum etwas glücklichen aber verdienten Auswärtssieg.

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