Teammanagerbericht: VFB Sattenhausen

30.03.2015

Sattenhausen gewinnt Schlammschlacht

Das Gipfeltreffen der Trainerfüchse nannte die Redaktion des Gökick am Samstag noch die Begegnung zwischen dem VfB Sattenhausen und dem TSV Nesselröden. Ali Karakaya auf der einen, Djordje Curcic auf der anderen Seite.
Eine Begegnung, soviel stand von Anfang an fest, die sich mit dem Blick auf die Tabelle als hoch spannend erweisen sollte.

Beide Mannschaften begannen bei Regen und nassem Platz ihr kräftezehrendes Spiel. Be-reits nach 5 Minuten ging Nesselröden durch einen Überraschungstreffer mit 1:0 in Führung. Der Torwart von Nesselröden schlug den Ball per Abschlag, unterstützt durch Wind und die Platzverhältnisse, direkt in das Sattenhäuser Tor. Ein Treffer, den man so häufig nicht sieht.

Bereits 1 Minute später kam es nach dem Anstoß zu einem Foulspiel an Ali Karakaya im Strafraum der Gäste. Völlig richtige Entscheidung: Elfmeter für Sattenhausen. Daniel Ebers trat an und verwandelte souverän zum 1:1 Ausgleich.

Bis zur 23. Minute passierte nicht viel. Der Regen und der glitschige Platz ließen auch nicht zu, dass beide Mannschaften ihr Können zeigen konnten. In dieser Spielminute fiel fast das 2:1 für Sattenhausen, als nach Freistoß Tillmann Koch der Ball auf den Nesselrödener Torwart geköpft wurde und dieser fast getunnelt den Ball mit letzter Kraft auf der Linie fest-hielt.

In der 30. Minute dann der 1. Wechsel bei Sattenhausen. Tarek Atriss kam für Tobias Died-rich. Dieser Wechsel sollte sich 13 Minuten später als goldrichtig herausstellen. Nach einem sehr schönen Querpass von Ali Karakaya schoss Tarek Atriss den Ball aus spitzem Winkel ins kurze Eck. Der Jubel in dieser 43. Minute war riesen groß, denn der Regen und vor allem der Wind vermiesten jegliche Spitzenspielstimmung. Schiedsrichter Peter Diekmann pfiff pünktlich zu Halbzeit ab, was allen Anwesenden auf dem Sportplatz sehr gelegen kam, um sich unter dem Zelt zu stärken. Die Partie war bis hier her mehr durch Kampf, als durch spie-lerische Klasse geprägt. Beide Mannschaften standen sich auf Augenhöhe gegenüber.

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff hatte der VfB durch Christopher Fischer die erste Tor-chance in der 2. Halbzeit. 3 Minuten später schoss auch Tarek Atriss das Leder nur knapp am Tor vorbei. Der VfB machte in dieser Phase deutlich mehr Druck als Nesselröden. In der 59. Minute kam der TSV zu einer Großchance, als der Ball per Kopf nur schätzungsweise 1 cm am Sattenhäuser Pfosten vorbei flog. Das war der Weckruf für Nesselröden, die nach die dieser Chance noch einmal alles aus sich heraus holten.
In der 63. Minute der 2. Wechsel des VfB; Marcel Meyer kam für Heisam Issa.

Die Anzahl der Fouls stieg in dieser Phase rasant an. Wenig spielerische Highlights. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. In der 75. Spielminute dachten alle, dass Theodor Koch nach einer Ecke von Daniel Ebers per Kopf zum 3:1 erhöht hatte. Der Treffer wurde wegen eines angeblichen Foulspiels eines anderen Sattenhäuser Spielers nicht gegeben. Verwunderung und Ärger waren spürbar zu hören.

In der 80. Minute ein Schreck für alle Sattenhäuser. Nur die Latte getroffen konnte mit einem tiefen Durchatmen registriert werden. Nesselröden machte weiter Druck. Es war wieder ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften.

In der 90. Minute dann der 3. Wechsel auf Seiten des VfB. Daniel Scheibert kam für Daniel Ebers. Ein paar Minuten Nachspielzeit würde es geben, dachten alle. Dass Yama Aslan in der 96. Minute Gelb/Rot nach wiederholtem Foulspiel sah und dass Schiedsrichter Diekmann erst nach 99. Minuten Abpfiff, war nach diesem Regen, diesem Kampf, den vielen Fouls und gelben Karten nicht zu ahnen. Alle waren froh, als endlich der Pfiff kam. Tosender Jubel brach auf Seiten der Sattenhäuser Mannschaft und Fans aus.
Was für ein Spiel. Taktisch, auf Grund des Wetters, konnten die beiden Trainerfüchse nicht allzu viel Einfluss ausüben. In beiden Mannschaften steckt mehr Potenzial, keine Frage.

Gerade auch solche Spiele müssen gewonnen werden, wo es nur über Kampf und Einsatzbereitschaft geht. Ali Karakaya und Tillmann Koch haben die Mannschaft des VfB Sattenhausen gut eingestellt und körperlich fit gemacht.

Ja, es war verdient das 2:1. Die wichtigen 3 Punkte gehen nach Sattenhausen.


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