Zuschauerbericht

23.04.2019

TuSpo-U23 verliert das Kreispokal Achtelfinale unglücklich im Elfmeterschiessen

Zuschauerbericht

Durch einen unfassbaren Treffer in der Nachspielzeit rettet sich der 1. FC Freiheit ohne wirkliche Torchance in der 2. Halbzeit überraschend doch noch ins Elfmeterschiessen und zieht ins Viertelfinale ein.

Mit hängenden Köpfen verließen die TuSpo-Spieler den Platz. Das hatten die Mannen um Trainer Frank Bockfeld nicht verdient. 92 Minuten gekämpft, gerackert und den Favoriten an den Rand der Niederlage gebracht und dann dreht ein völlig irrer Glücksschuss die Partie zu Gunsten des Gastes.

Mit 2 A-Jugendlichen in der Startelf (J. Maar und L. Gutberlet) sowie 2 weiteren auf der Bank (Y. Fritsch und L. Teichmann) hatte Frank Bockfeld das ersatzgeschwächte Team ergänzt. Und das darf vorweg genommen werden: Alle 4 kamen zum Einsatz und machten ihre Sache richtig gut. Aber auch der FC Freiheit hatte nach eigenem Bekunden einige Ausfälle zu verkraften und reiste nicht in Bestbesetzung an.

Die Partie begann zunächst ausgeglichen, wobei der Gast aus dem Harz die ersten beiden Torgelegenheiten in der Anfangsviertelstunde hatte. Einmal verfehlte der Angreifer das Gehäuse, die 2. Chance vereitelte Keeper Gianluca Heinisch mit starkem Reflex und etwas Glück, als der Nachschuss über das Tor geht.

In der 20. Minute gelang dann aber dem TuSpo die Führung, als sich Moritz Eberhard aus etwa 18 Metern ein Herz fasst und das Leder in die Maschen knallt. In der Folge erspielte sich die U23 ein leichtes Übergewicht und hatte Pech bei einigen Schiedsrichterentscheidungen. Eine Notbremse an Ali Jafari kurz vor dem Strafraum ahndete der Referee gar nicht und gab nach Verletzungsbehandlung Schiedsrichterball. Und auch den Schlag ins Gesicht von Luke Gutberlet innerhalb des 16ers übersah der Spielleiter und verwehrte den fälligen Strafstoss. Ein Gimter Handspiel, etwa 15 Meter vor dem eigenen Strafraum, erkannte der Schiedsrichter, der offenkundig einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und nicht nur in den genannten Situationen falsch lag, ebenfalls nicht. So blieb es bis zur Pause beim aus Gästesicht etwas glücklichen 1:0 für die Gimter.

Im 2. Durchgang gelang es beiden Mannschaften nicht klare Torgelegenheiten herauszuspielen. Die beiden Torleute blieben weitestgehend beschäftigungslos. In den letzten 20 Minuten hätten die Gimter eine der sich bietenden Kontersituationen konzentriert zu Ende spielen und das 2. Tor erzielen können. Dies versäumte das Team aber: Die Angriffe wurden viel zu fahrig vorgetragen und nicht zu Ende gespielt.

Den Paukenschlag gab es dann, als keiner mehr damit rechnete, in der Nachspielzeit. 45 plus 1:34 Minuten waren gespielt, als der bis dahin nahezu abgemeldete Sebastian Kirschstein von der linken Seite etwa jeweils 5 Meter von Strafraum- und Torauslinie entfernt den Ball in Richtung Tor schlägt und dieser im langen Eck oben unhaltbar einschlägt. Ein Wahnsinns-Treffer Marke „Tor des Monats“.

Das anschließende Elfmeterschiessen verlor die U23 durch 2 eigene Fehlschüsse und scheiterte somit im Achtelfinale.

Dennoch darf die U23 stolz auf das Erreichte sein. Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der 2. Kreisklasse Nord, der in seinen 14 Ligaspielen bereits 59 Tore erzielt hat, ließ man kaum etwas zu und scheiterte letztlich an einem „Sonntagsschuss“ in der Nachspielzeit. Vorhalten darf man dem Team lediglich, dass es nicht das 2. Tor erzielte und verpasste rechtzeitig den Sack zuzumachen. Angesichts der personellen Möglichkeiten und des frühen verletzungsbedingten Ausscheidens des etatmäßigen Innenverteidigers Kevin Apel darf man der TuSpo-Reserve aber insgesamt eine gute Leistung attestieren.

Glückwunsch an den Sieger und viel Erfolg im Viertelfinale!


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