12.05.2017

Was soll das?

3. Kreisklasse C: NK Croatia Göttingen II – SV Ay Yildiz Göttingen 4:2 (2:0)

Die 3. Kreisklasse ist die letzte Liga im Spielbetrieb des DFB. Tiefer geht es nicht. Hier steigt niemand ab, hier spielen die entweder schlechtesten Fußballer oder jene, die aufgrund ihres Alters ihre Karriere ganz bequem ausklingen lassen wollen. Die Liga, so sollte man denken, trägt die Fairness aufgrund des sportlichen Anspruchs per se in sich. Mitnichten. Immer wieder zeigen sich gerade in der elften Spielklasse des organisierten Fußballs Aggressivität und gesundheitsgefährdende Aktionen, selbst dann, wenn es um praktisch überhaupt nichts mehr geht. So gesehen beim Nachholspiel zwischen der Reserve des NK Croatia Göttingen und den Gästen SV Ay Yildiz Göttingen. Was da vor allem die Türken zeigten, das war schon höchst peinlich. Der bedauernswerte Schiedsrichter Peter Hanke wird hoffentlich einen Sonderbericht abgeben über die permanenten Beschuldigungen der Türken, er sei ein Nazi. Ansonsten sei dem Verband empfohlen, den SV Ay Yildiz in Zukunft genauer unter Beobachtung zu nehmen.

Es trafen am Freitag-Abend, in froher Erwartung des für die meisten Spieler arbeitsfreien Wochenendes, der Tabellenfünfte NK Croatia Göttingen II auf den Zehnten, SV Ay Yildiz. Beide können weder aufsteigen noch – wie beschrieben, in Ermangelung einer zwölften Liga – absteigen. Ein munteres Spielchen war zu erwarten. Doch was dann zu sehen war, beschämt jeden Freud des Fußballsports. Da kommentierten die Türken jede Entscheidung des Schiedsrichters. Bei jedem Zweikampf wurde eine Karte gefordert. Als dann die Kroaten hochverdient durch Memet Jasarsov (20.) und Senthuran Jeyarajasigham (25.) führten, begann das Gemetzel. Jetzt versuchten einige Türken ihre Gegenspieler zu treten, eine Verletzung billigend in Kauf nehmend. Der Unparteiische, offensichtlich beeindruckt von der Aggressivität auch gegen ihn, pfiff zwar gelegentlich, bestrafte aber viel zu lasch. Kurz vor der Pause drohte die Partie zu eskalieren, eine Schlägerei konnte nur aufgrund der Besonnenheit einiger vernunftbegabter Teilnehmer an diesem Trauerspiel vermieden werden. Die Kroaten, eigentlich ebenfalls im Vollbesitz fußballerischer Emotionen, verhielten sich erstaunlich deeskalierend und halfen damit dem Schiedsrichter, das Spiel sauber in die Halbzeitpause zu bringen. 

Als sich beide Teams nach dem Seitenwechsel etwas abgekühlt hatten, ging es auf dem Platz weiter. Die Kroaten bestimmten das Spiel, die Türken wehrten sich. Wie aus dem Nichts heraus gelang Ay Yildiz in der 72. Spielminute durch einen ihrer stärksten Fußballer, Servki Gürcan, der Anschlusstreffer. Praktisch im Gegenzug stellte Dario Milos den alten Tore-Abstand wieder her. Als sich Croatia-Coach Vjekoslav Mihaljevic einwechselte und in der 87. Minute per Kopf zum 4:1 traf, war die Partie entschieden. Inzwischen waren die Türken wohl auch müde und ihre Unsportlichkeiten ließen nach. In der Schlussminute gelang ihnen sogar noch ein zweiter Treffer – erneut war Sevki Gürcan zur Stelle. Dann beendete Peter Hanke das Spiel, höchstwahrscheinlich zufrieden, dass nichts Schlimmeres geschehen war. Den Fußballfreunden unter den Besuchern dürft die Partie keine Freude bereitet haben, es sei denn, Aggressivität und Hass tragen zu deren Befriedigung bei. 

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