03.09.2018

Tabellenführung ausgebaut

2. Kreisklasse Nord: FC Westharz - SG Herberhausen/Roringen 2:5 (0:2)

Herberhausen-Trainer Bruno Kassenbrock (li.)

„Ich fand die Jungs heute nicht so überzeugend wie zuletzt, allerdings waren wir schon spielbestimmend und konstruktiver als unser Gegner. Es gab Phasen in denen wir unsauber waren. Gewackelt haben wir nicht, das wäre übertrieben.“ Und damit herzlich willkommen in der Welt des wohl ehrgeizigsten Trainers in ganz Südniedersachsen, der nach fünf Pflichtspielsiegen in Folge noch immer von Unsauberkeit spricht. Das erinnert an eine Mutter mit Putzfimmel, die noch ein Staubkorn findet, wenn die Wohnung quasi sterilisiert wurde. Oder an den Streber im Kunstunterricht, der auf seinem DIN A2 Block noch Schattierungen und Lichtreflexe in ein Tusche-Bild hinzufügt, das für den Laien an Perfektion grenzt.

Spielbericht von der SG Herberhausen/Roringen

Tatsächlich war das gestrige Auswärtsspiel auf einem harten und hügeligen Platz schwierig aufzubauen, die Tore durch Witting nach Freistoßsituation und Leibecke nach direkt verwandeltem Freistoß aus 20 Metern sorgten für die Erlösung zum zwischenzeitlichen 2:0 - lediglich nach Standards. Dennoch ließ man hinten rum zunächst nichts anbrennen.
Die zweite Halbzeit gestaltete sich ebenfalls kompliziert, trotzdem erhöhten die Jungs zum 4:0 durch einen Abstauber durch Eberwien und exzellenter Einzelaktion von Nils Roth.
„Wir müssen aufpassen nicht in einen Trott zu verfallen und zu denken, dass es von alleine geht. Es ist jetzt so, dass wir da oben stehen, da schaut jeder Gegner drauf, daher müssen wir uns im Klaren sein, dass wir schon nach vier Spieltagen sowas wie die Gejagten sind.“ Und es zeigt sich, dass dieser wohl ehrgeizigste Trainer Südniedersachsens mit seinen Phrasenschwein-Floskeln irgendwie Recht hatte. Denn es folgten zwei Gegentore, die bei voller Aufmerksamkeit aller Beteiligten niemals fallen dürfen. „Trott“...komisches Wort, keiner kann es so richtig umschreiben, aber jeder weiß, was gemeint ist. Nämlich genau dieses Spielverhalten, das die Mannschaft kurzzeitig schwimmen ließ. Präkelt konnte per Kopf zum 5:2 Endstand vollenden und damit die Luft aus den Segeln der Gegner nehmen.

„Man merkt unterm Strich, dass wir reifer sind und daher habe ich auch das Vertrauen in die Jungs, dass wir Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen.“

Ja, er ist ehrgeizig, dieser Kassenbrocken namens Bronco..äh Bruno. Aber für die Mannschaft, die schon in der ein oder anderen Saison zu dieser Zeit einen guten Saisonstart mit zwei darauf folgenden Niederlagen garniert hat, vielleicht einer der besten Klugscheißer, der jedes Quäntchen Arroganz aus der letzten Ecke eines Herberhäuser Gehirns treibt.

Denn am Ende, liebe Anhänger, kommt es genau in den Phasen der Formschwäche darauf an zu zeigen, dass man der Tabellenführung würdig ist. Wir haben einen Lauf. Wir haben die schwierigen Gegner noch nicht getroffen. Und es ist noch kein Herbst gekommen.

Wahrscheinlich ist es das, was der Trainer spürt. Dass die schwierigen Zeiten noch kommen werden und dass die Mannschaft sich wie ein Eichhörnchen für den Winterschlaf ein mentales Polster anfressen muss für die Gegner, die noch kommen. Darunter die direkten Verfolger natürlich.

Wir arbeiten weiter hart und hoffen, dass unsere verletzten Kräfte auch bald Genesung erfahren.

Nächstes Wochenende: Heimspiel gegen SC HarzTor II!

Lassen wir uns den Schneid abkaufen? - Nö.
Wir freuen uns schon.

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