31.10.2016

SVG gelingt Befreiungsschlag

Oberliga: SVG Göttingen - HSC Hannver 4:1 (1:1)

Dem Oberligisten SVG Göttingen ist nach zuletzt vier Niederlagen in Folge auf dem Rasenplatz des Sandweg-Stadions am Sonntag gegen den Aufsteiger und vor der Partie punktgleichen HSC Hannover der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Die Männer von Trainer Knut Nolte siegten, am Ende und aufgrund der starken zweiten Halbzeit völlig verdient mit 4:1 (1:1) und verließen damit die Abstiegsregion der Liga. Allerdings war der Weg zu diesem Erfolg beschwerlich und vor allem in der ersten Halbzeit auch nicht immer schön anzusehen. Doch im Abstiegskampf werden keine Schönheitspreise vergeben, da zählt nur der Erfolg. Der Zauber der Hinserie des vergangenen Spieljahres wurde aber gegen Ende der Partie wieder in Erinnerung gerufen.

Besonders das 4:1 des eingewechselten Martin Wiederhold begeisterte die etwa 150 Zuschauer. Mit dem Kopf beförderte er den Ball als gewollte Bogenlampe über den verdutzten Gäste-Torwart hinweg in den Kasten. Das trug hoffentlich zur Genesung des erkrankten und deshalb abwesenden SVG-Fußballchefs Thorsten Tunkel bei, der sich über den Gökick-Live-Ticker über das Spiel seines Teams informierte. Bevor der SVG-Anhang allerdings jubeln konnte, musste er leiden. In der ersten Halbzeit sah das, was die schwarz-weißen Jungs auf den Rasen brachten, sehr nach Krampf aus. Verständlich beim Saisonverlauf, verständlich bei der Bedeutung der Partie gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn und damit Abstiegskonkurrenten. Als dann der Gast nach 12 Minuten in Führung ging, wurde es unruhig unter den Zuschauern. Doch nun war der Kampfgeist der Göttinger geweckt. Das 1:1 durch den fünften Saison-Treffer von Torjäger Yannik Freyberg war wie eine Erlösung. Anschließend hatte die Hausherren noch einige gute Gelegenheiten, vergaben sie aber allesamt. Die größte Chance bot sich Stürmer Lamine Diop, doch seinem Kopfball fehlte aus vier Metern die Wucht. Ein Lattenfreistoß der Gäste sorgte kurz vor dem Seitenwechsel für Aufmerksamkeit. Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

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In der zweiten Halbzeit kam der Gastgeber mit dem sichtbaren Willen auf den Platz, mit schnellem Spiel über die Flügel den Gast zu Fehlern zu zwingen. In der 69. Minute kam Schiedsrichter Felix Bahr den Göttingern bei ihrem Unterfangen zu Hilfe. Für einen artistischen Zweikampf schickte er einen HSC-Spieler mit Gelb-Roter Karte zum Duschen – eine harte Entscheidung. In Überzahl wurde die SVG noch stärker. Der eingewechselte Lukas Kusch stand keine fünf Minuten auf dem Platz, als er in der 75. Minute im Nachsetzen die erstmalige Führung für die SVG in dieser Partie erzielte. Doch der Torhunger des Neuzugangs war noch nicht gestillt: Nur vier Minuten später durfte er sogar das 3:1 bejubeln, als ihn Lamine Diop wunderbar freigespielt hatte. Nach 14 Minuten hatte Lukas Kusch seine Aufgabe mit zwei Toren erfüllt und wurde wieder ausgewechselt – ein Muskelzwicken beendete seinen Arbeitstag. Es kam Martin Wiederhold, der das eingangs beschriebene Traumtor erzielte und damit für einen sehenswerten Abschluss eines schönen SVG-Sieges sorgte (90.). Die SVG ließ im Verlauf der zweiten Halbzeit noch weitere Chancen liegen – erneut Lamine Diop, erneut per Kopf, vergab die größte. Dann war der vierte Saison-Sieg des Sandweg-Teams unter Dach und Fach. Mit nun 14 Punkten liegt die SVG auf dem ersten Nichtabstiegsplatz der Oberliga, Platz zwölf. Bereits am kommenden Samstag (17:30 Uhr) sollte das Nolte-Team in Cloppenburg, aktuell mit 15 Punkten Zehnter, nachlegen, um sich noch weiter von der gefährdeten Zone zu entfernen. 


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