06.11.2015

Oberliga-Gipfel

Oberliga: Die SVG Göttingen reist als Zweiter zum Spitzenreiter Lupo Martini Wolfsburg

Freut sich auf ein Wiedersehen mit seinem Freund Coppi: SVG-Trainer Knut Nolte

Dass es das so schnell geben wird, wagten die Anhänger der SVG und auch die südniedersächsischen Fußballfreunde zu Beginn der Saison nicht zu träumen: Eine Göttinger Mannschaft steht mal wieder in einem Oberliga-Spitzenspiel! Am Sonntag reist der Tross des Sandweg-Vereins als ungeschlagener Tabellenzweiter zum 14. Punktspiel der Saison zum ebenfalls noch ungeschlagenen Spitzenreiter Lupo Martini Wolfsburg. Die italienischen Wölfe sind in dieser Saison offensichtlich das Maß aller Dinge. Die Differenz zwischen beiden Mannschaften beträgt bereits acht Punkte. Wird es dieser Übermannschaft gelingen, dem Team von Trainer Knut Nolte die erste Saison-Niederlage beizubringen? 

Es ist angerichtet. Am Sonntag wird die Partie zwischen den Trainerfreunden Francisco Coppi und Knut Nolte 14:00 Uhr angepfiffen. Die Freundschaft zwischen den beiden Fußballlehrern entstand aus den vielen, gegenseitigen Duellen. Anfangs mochten sich die beiden wenig. Erst mit der Zeit – Coppi ist seit 2002 Trainer beim Verein italienischer Auswanderer – lernten sie sich schätzen. Aus den gegenseitigen Telefonaten zur Gegner-Einschätzung ist inzwischen eine echte Freundschaft entstanden. Mehrmals wöchentlich tauschen sich die beiden Trainer telefonisch aus, geben sich Tipps und Hinweise, wie der kommenden Gegner zu knacken sein wird. Das dürfte in dieser Woche ausgeblieben sein. Denn nun geht es gegeneinander. Beide Freuden haben in dieser Saison noch nicht verloren. Geht es nach den Wünschen der Göttinger, dann soll ihre Serie zumindest auch nach der Partie Bestand halten. Doch das wird fürchterlich schwer. Oder vielleicht doch nicht? Schließlich hat der Aufsteiger nichts zu verlieren. Völlig unbelastet reist die Sandweg-Elf – der gesamte Kader steht Nolte zur Verfügung - zum Spitzenreiter. „Wir wollen in Wolfsburg gewinnen. Das Schöne: Wir müssen es nicht!“, freut sich auch SVG-Fußballchef Thorsten Tunkel auf die Begegnung. Ganz entspannt könne das Team die Partie angehen, obwohl Tunkel natürlich auch beim Spitzenreiter wieder Punkte für das zum Klassenerhalt notwenige Polster sammeln möchte. Mit 40 Punkten, so glaubt er, sei diese Aufgabe erfüllt. Aktuell hat der Aufsteiger bereits 27 gesammelt. „Nach dem Spiel möchte ich dreiviertel der notwendigen Zähler auf dem Konto haben!“, gibt sich Tunkel trotz der überragenden Qualität der Gastgeber kampfeslustig. 



Beim Spiel der Wolfburger beim Regionalliga-Absteiger FT Braunschweig haben Tunkel und Nolte den Gegner beobachtet. „Es ist schon beeindruckend, welch brutale Effizienz die Wolfsburger besitzen!“, fasst Tunkel das Gesehene zusammen. Sie hätten knallhart die Fehler des Gegners ausgenutzt, ansonsten seien sie mit einer unglaublichen Ruhe und Selbstsicherheit an die Aufgabe heran gegangen. „An ihnen wird in dieser Saison kein Weg vorbei gehen.“, ist sich Tunkel sicher. Mit Hilfe von VW und in enger Zusammenarbeit mit dem VfL Wolfsburg sei der Kader so verstärkt worden, dass er in Tunkels Augen bereits heute regionalligatauglich ist. Besonders Rico Schlimpert, der zu Saisonbeginn von den VfL-Amateuren zu Lupo wechselte und Philipp Stucki, der vom Regionalliga-Absteiger FT kam, beeindruckten Tunkel bei seiner Stippvisite. Aktuell bester Torschütze der Wolfsburger ist Andrea Rizzo, der sechs Treffer erzielte. Allerdings, so glaubt Tunkel, sei Lupo dennoch schlagbar. Die Freien Turner hätten fast ein Remis erreicht. Obwohl der Spitzenreiter völlig zurecht da steht, glaubt Tunkel, dass die SVG aus Wolfsburg etwas Zählbares mitnehmen könnte. „Im Fußball ist alles möglich!“, zitiert Tunkel eine alte, drei Euro schwere Weisheit. „Ich bin optimistisch, dass wir nach der Partie die einzige ungeschlagene Mannschaft der Oberliga sein werden!“. Wenn seine SVG siegen würde, wäre für den Dortmund-Fan der Sonntag wunderbar, denn er setzt natürlich auch einen Sieg seines BVB gegen Schalke voraus.

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