06.11.2017

Midigo Me: JSG Schwarz/Gelb meldet sich mit einem 3:0 zurück im Titelrennen

A-Jugend-Bezirksliga: JSG Scharz-Gelb - JFV Rhume-Oder 3:0 (2:0)

Nachdem in der letzten Woche die Schmerzgrenze unserer Fans und Leser mit einem recht obszönen Text zum Thema „Furzen“ arg strapaziert wurde, wollten wir dieses Wochenende mit anderen Formen der Klangerzeugung für Furore sorgen und kreierten vor Beginn des Topspiels gegen den JFV Rhume/Oder eine spannende Playlist, welche den vielfältigen Musikgeschmäckern im Kader Ausdruck verleihen sollte. Und so war dann auch von Hip-Hop, über Rap, Hip-Hop bis hin zu Hip-Hop alles dabei, was zumindest die vorab ausgegebenen Minimalanforderungen („Bitte keine 31er-ich ficke deine Familie-AMK Lyrics“) erfüllte. 

Von Daniel Vollbrecht (Bovender SV)

Zum Glück reichte Innenverteidiger Vedat Kaplan, der nie Innenverteidiger sein wollte, doch seit geraumer Zeit auf der „langweiligsten Position ever“ (Zitat Vedat) spielen muss, rechtzeitig vor Fertigstellung der Playlist noch ein paar Wünsche nach „kurdischer Musik“ ein, die entsprechend für Auflockerung des DJ-Sets sorgte. Als die herbei gesehnten Klänge der Interpretin „Maral“ aus den Boxen ertönten und den Südring in einen kurdischen Tanztempel verwandelten, schüttelten vor allem die Verletzten Justus Richter und Jannis Mengler trotz ärztlich verfügtem Sportverbot den einen oder anderen lässigen Hüftschwung aus der Taille. Leider mussten wir auf die geplante somalische Tanzmusik unseres Toptorjägers Mohammed Harir verzichten, der die Tophits seines Heimatlandes zu spät übermittelte. Stattdessen referierte er im Auto des Trainers über die Rap- Kultur Somalias, die er ausgesprochen kritisch sieht: „Die wollen alle Englisch rappen, können aber kein Englisch, so dass sie in jedem Lied einfach nur 2000 Mal Nigger sagen. Katastrophe.“ 

Weniger katastrophal ließ sich unser Spiel an, insbesondere in den ersten Minuten gaben wir keinen Anlass zum Zweifel, den extrem rutschigen Rasenplatz als Sieger verlassen zu wollen. 120 Sekunden waren gespielt, als Flo Corsmann butterweich auf Captain Bomber flankte, der zum 1:0 einköpfte. Besagter Luca Armbrecht war es auch, der in der Halbzeitpause das Zwischenfazit des Jahres zog. Coach Jannik hatte angemahnt, der Gegner würde angesichts des 0:2-Rückstands sicher einen „Einlauf“ bekommen, woraufhin unsere Nummer 17 treffend feststellte: „Ja…. und wir trinken hier Tee.“ Ganz so extrem waren die Gegensätze auf dem Platz allerdings nicht, denn die physischen Investitionen unsererseits in die erwartete Rendite „3 Punkte“ waren nicht gerade gering. Maurice Rusch und Flo Corsmann mussten nach einer knappen halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Der eilig abgesetzte Notruf an die 112 wurde zwar direkt wieder zurückgenommen („HäHä, Prank!“), doch die abendliche Untersuchung im Weender Krankenhaus schien unumgänglich. Immerhin hatte sich Flo vor seiner Verletzung noch Zeit für die Vorbereitung des 2:0 genommen. Joshua Brandt steckte den Ball durch, Flo scheiterte am Gästekeeper und Nolik Schmidt setzte den Nachschuss souverän in die Maschen.

In der zweiten Hälfte legten wir bei lautstarker Unterstützung der gut besetzten Verletzten-Bank den Schwerpunkt auf das Verwalten der Führung - oder, wie es der bereits beim freitäglichen Abschlusstraining bestens gelaunte Jannik Lösekrug auf den Punkt brachte: „Wir sind auf rufschigem Rasen standhaft geblieben und haben die ungeschlagene Heimbilanz beibehalten.“ Übersetzt in Somali-Rap-Sprache: „Nigger, ey Nigga, Nigger, yo, Nigger!“ Trotz Konzentration auf defensive Stabilität fuhren wir noch einige Konter, die in der Endphase primär von Gastspieler Sören Boy eingeleitet wurden. Sören kehrte nach Verletzungspause zu seiner geliebten JSG Schwarz/Gelb zurück, gab sich in seinem Comeback-Spiel jedoch mit der Nummer 19 zufrieden, da Nolik einfach zu breit ist, um sich mit ihm eine körperliche Auseinandersetzung um die Nummer 10 zu liefern. „Sorian“, wie er von Mohammed genannt wird, fügte sich gut ins Spiel ein, ordnete das Geschehen und ließ Luca Armbrecht mehr Freiheiten für die Offensive, die dieser geschickt nutzte: in der 75. legte er einen Ball auf Oguzhann, den unser türkischer Chefdiplomat mit der inneren Ausgeglichenheit eines tibetanischen Mönchs volley ins Netz drosch. Damit war die Messe gelesen und wir konnten uns mental einen Beruhigungstee aufbrühen.

Mittlerweile gehen am Ende eines jeden Spielberichts „Gute Besserungswünsche“ raus, dieses Mal an Flo und Maurice. Sehen wir es positiv, es ist kein weiterer Kreuzbandriss hinzugekommen. Oder, um es mit den Pulitzer-Preis verdächtigen Lyrics der Motivationsmusik zu sagen: „The ting goes skrarrahh, pap, pap, ka-ka-ka Skidiki-pap-pap, and a pu-pu-pudrrr-boom“. Nigger, wir sind wieder im Titelrennen! Und nächste Woche wartet das nächste Topspiel beim JFV Eichsfeld auf uns.

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