28.02.2019

Bauchgefühl zu ungenau

Regionale Vereine nutzen die Bioelektrische Impedanzanalyse zur Leistungsdiagnose

Egal in welche Richtung das Training in der Vorbereitung auf die Rückrunde gesteuert wird, die Fitness spielt auch im Amateurfußball eine wesentliche Rolle für den Erfolg auf dem grünen Rasen. Grundlage der individuellen und mannschaftlichen Trainingssteuerung ist im unterklassigen Fußball oft das Bauchgefühl der Trainer. In den wenigsten Fällen geschieht die Steuerung datenbasiert nach Diagnose-Methoden. Ein völlig neues System wurde vor kurzer Zeit auch in der Region Südniedersachsen eingeführt. Durch die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA), früher nur mit großem Aufwand möglich, erhalten Trainer und Sportler detaillierte und oft völlig neue Informationen über die individuelle und mannschaftliche Physis – ideal für die optimale und professionelle Steuerung des Trainings.

Daniele Reisinger, selbst ausgebildeter Fußball- und Athletiktrainer, ist vor kurzer Zeit von München in unsere Region gezogen. Er besitzt das für die BIA-Messung notwendige Messgerät und verfügt über das nötige Knowhow, die Analyse durchführen sowie die Ergebnisse leistungsoptimierend interpretieren zu können. Zwei Vereine nutzten in der Vorbereitung diese Möglichkeit. Naturgemäß war der SV Eintracht Hahle, bei dem Reisinger seit Saisonbeginn erfolgreich als Cheftrainer die sportlichen Geschicke leitet, der erste Verein, der die neue Methode nutzte. Aber auch der FC Niemetal, der vom ehemaligen Profi Sebastian Gundelach trainiert wird, hat die Chance genutzt. Der ehemalige Eintracht Braunschweig-Spieler kennt es aus seiner Zeit als Lizenzfußballer nicht anders: Die Fitness und Gesundheit der Spieler werden datenbasiert gemessen und so die Trainingsarbeit individualisiert. „Oft liegen Trainer mit ihrem Bauchgefühl richtig, manchmal aber auch so sehr daneben, dass sie die bestmöglichen Fähigkeiten ihrer Spieler aufgrund von Unkenntnis nicht erschließen können.“, so der Coach des Tabellendritten der 1. Kreisklasse C. Er selbst war begeistert und teilweise überrascht über die Informationen, die die Analyse für ihn bereithielt. So erfuhr er, dass ein Spieler, den er vor allem für seine läuferischen Fähigkeiten schätze, in puncto Muskulatur die besten Werte im Team aufwies. Bei einem anderen Aktiven wurde mit Hilfe des sogenannten Phasenwinkels der Gesundheitszustand des gesamten Organismus und der Zustand der Zellen ermittelt. Somit kann mit dieser Unterstützung der Ernährungs- und Trainingszustand genau eingeschätzt werden. Ein niedriger Phasenwinkel kann auf Zellschädigung und damit verbunden Muskelabbau oder gegebenenfalls eine pathologische Gewichtsabnahme (Tumor) hinweisen. Jeder Spieler erhielt von Daniele Reisinger eine persönliche Auswertung und Handlungsempfehlungen. Über 20 Spieler nahmen an der Analyse auf dem Sportplatz in Imbsen teil. „Die Spieler erhalten nicht nur konkrete Aussagen über Verbesserungspotenzial, sie werden durch die Ergebnisse stärker motiviert, die Werte zu verbessern.“, so Gundelach. Im Sommer soll eine Überprüfung durch eine Kontrollanalyse die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen verifizieren.

Die BIA-Messung dient der Bestimmung der Körperzusammensetzung. So werden mittels leichter Stromsignale gezielt die für die Leistungsbereitschaft wichtigen Komponenten ermittelt. Diese Impendanz wird in eine Gleichung eingefügt und ermittelt in Relation (Alter, Körpergröße, Geschlecht) die einzelnen Werte. Einfaches Beispiel: Sportler die einen zu geringen Körper-Wasserhaushalt aufweisen, sind häufiger von Muskel- und anderen Verletzungen betroffen. Anhand der Ergebnisse ist eine gezielte Trainingssteuerung zur Leistungsverbesserung sowie Verletzungsprophylaxe möglich.
Auch der SV Eintracht Hahle wird in Zukunft noch individueller trainieren können. Bei der Bioelektrische Impedanzanalyse in der Sporthalle in Gieboldhausen wurde bei einem Sportler eine Muskulatur Dysbalance zwischen den beiden Beinen festgestellt – ein deutlicher Fingerzeig auf eine mögliche Verletzungsquelle. Der Spieler wird in Zukunft darauf achten, das muskulär schwächere Bein besonders zu trainieren. „Die Analyse sorgt für eine Trainingsarbeit, die den einzelnen Sportler verbessert, weg vom Einheitsbrei, der im Amateurfußball oft geboten wird. Nur, wenn die Stärken des Einzelnen gefördert und die individuellen, körperlichen Schwächen erkannt und gezielt bekämpft werden, kann das Potenzial jedes Spielers und damit des gesamten Teams gefördert werden.“, so Daniele Reisinger.

Wer Interesse hat, als Trainer eine solche Analyse durchzuführen: Vorerst erhalten nur Sport-Vereine eine qualitativ hochwertige BIA-Messung zum absoluten Sonderpreis von 200 Euro (bis 11 Spieler) bzw. 250 Euro (bis 18 Spieler). Im Regelfall ist eine solche Messung nicht unter 70 bis 80 Euro pro Teilnehmer erhältlich. Die ermittelten Werte bespricht Daniele Reisinger auf Wunsch anschließend mit dem jeweiligen Trainer/Verantwortlichen, um Rückschlüsse auf die Trainingssteuerung sowie Verletzungsprophylaxe zu geben.

Bei Bedarf bietet Daniele Reisinger Sportvereinen neben einem speziell auf Ballsportarten ausgelegten Schnelligkeitstraining (Multidirektional) auch ein abwechslungsreiches Athletiktraining (Functional Training) an.
Die Aktion ist vorerst begrenzt bis zum 15.März 2019.

Interessenten wenden sich bitte bezüglich Informationen und Anmeldung an folgende Kontaktdaten:
Daniele Reisinger, Mobil 0172/9976461

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