28.05.2019

Hainberg zieht sich aus dem Sumpf

Landesliga: SC Hainberg – FT Braunschweig 2:1 (0:1)

Zwei Tore zum Sieg über den Meister: Jonas Hille

Der SC Hainberg am vergangenen Sonntag mit einem 2:1-Sieg gegen den Meister FT Braunschweig die große Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Nach zuvor vier Niederlagen in Folge war dieser Erfolg nicht unbedingt zu erwarten. Das Besondere an diesem Erfolg: Ausgerechnet Jonas Hille, Sohn von Trainer Oliver Hille - beide wandern nach der Saison zum FC Eintracht Northeim ab - schoss beide Treffer für das Zietenterrassen-Team und ebnete seiner Mannschaft die Möglichkeit, im abschließenden Spiel in Landolfshausen aus eigener Kraft die Zugehörigkeit zur Landesliga auch im kommenden Jahr zu sichern.

Damit hat der SCH dem Meister die erste Auswärts-Niederlage beigebracht. Das enge Hinspiel hatte der Tabellenführer durch ein 2:1 siegreich gestaltet. Nun konnte aber das Hille-Team zur großen Freude seiner Anhänger den Spieß umdrehen.


Auf die vermeintliche Siegerstraße brachte Rick Kaupert sein Team in der 36. Minute. Zur Pause war FT Braunschweig im Fahrwasser und verbuchte eine knappe Führung. Jonas Hille schockte Freie Turner und drehte die Partie mit seinem Doppelpack für den SC Hainberg (56./62.). Beim ersten Tor verwertete er eine scharfe Hereingabe von links eiskalt in den Maschen des Meisters. Starke Nerven zeigte der zukünftige Northeimer auch beim Führungstreffer, als er einen Foulelfmeter sicher verwandelte (Video). Hainberg wechselte einen nominellen Verteidiger für einen anderen: Lenz Geißler kam für Eike Linne (65.). Mit dem Schlusspfiff durch Lenard Stichnoth siegte der Gastgeber überraschend gegen die Freien Turner. "Ein verdienter Lohn nach frustrierenden Wochen!", beurteilte Hainberg-Trainer Oliver Hille diesen Sieg. "Wir haben auch in den Wochen zuvor vieles versucht, mussten aber immer wieder Rückschläge - wie Gegentore in den letzten Minuten - wegstecken. Diesmal haben wir - so will ich es ausdrücken - nicht das Pech gehabt.", berichtet er. Das Blatt hätte sich also diesmal nicht gegen den SC Hainberg gewendet. "Jetzt haben wir es zumindest in der eigenen Hand, auch wenn es furchtbar schwer wird. Es ist überhaupt kurios, wie viel Teams noch dran glauben könnten.". Am kommenden Sonntag machen vier Teams einen Absteiger unter sich aus.

Der SC Hainberg holte nur drei Punkten aus den letzten fünf Spielen und ist damit sicher alles andere als zufrieden. Aber das nach vier Niederlagen in Folge nun ein Sieg gegen den Meister gelang, lässt die negative Serie vergessen. Allzu positiv liest sich die Bilanz des Hainberg mit elf Siegen, sechs Unentschieden und 14 Niederlagen nicht, auch wenn es diesmal für den Klassenerhalt reichen könnte. 

Die gute Bilanz der Freien Turner hat einen Dämpfer bekommen. Insgesamt sammelte Freie Turner bisher 21 Siege, acht Remis und zwei Niederlagen. Dennoch startet der ehemaliger Regionalligst in der kommenden Saison wieder im Landes-Oberhaus.


Der SC Hainberg reist am nächsten Sonntag (15:00 Uhr) zum Saisonabschluss zum TSV Landolfshausen/Seulingen 2018. Mit einem Sieg dort könnte das Hille-Team endgültig den Klassenerhalt feiern. Bei allen anderen Ergebnissen muss es abwarten, wie die Konkurrenten Lehndorfer TSV (beim abgestiegenen TSV Hillerse) und SV Lengede (daheim gegen den Tabellenfünften TSC Vahdet Braunschweig) spielen. 

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